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Mehr als nur eine Alternative – 2017er Chevrolet Camaro V8 im Fahrbericht

Für einen langfristig geplanten Auswärtstermin im wunderschönen Kärnten stellte sich uns die Frage: Mit welchem Fahrzeug soll es auf den rund 2.000 Kilometer langen Roadtrip gehen? Die Wahl fiel schließlich ziemlich rasch auf das Camaro Coupe. Anfangs waren es ausschließlich die nackten Leistungsdaten von 453 PS und 617 Nm Drehmoment, die das V8-Coupe in unseren Fokus rücken ließ. In der aktuellen Camaro-Version, die seit Mitte 2016 auf dem Markt ist, schlägt ein modernes V8-Aggregat aus Aluminium mit 6,2 Litern Hubraum, Benzindirekteinspritzung und aktiver Zylinderabschaltung, die bei Bedarf aus dem V8 einen V4 macht. Zudem hat die aktuelle 6. Generation des Camaro kräftig an Gewicht abgespeckt und kommt, ausstaffiert mit einem V8-Aggregat, auf ein Leergewicht von 1.659 Kilogramm.

Ein leichtes Spiel hat der kraftvolle und agile V8 mit dem aktuellen Camaro allemal, stets begleitet von einem satten V8-Sound, der sowohl Fahrer als auch Beifahrer immer wieder aufs Neue ein fettes Grinsen ins Gesicht treibt. Weniger zu lachen haben Passagiere im Fond, da die Sitze allenfalls als Notlösung für kurze Strecken taugen. Da befindet man sich in der ersten Reihe doch in ein einer wesentlich besseren Position. Die schicken zweifarbigen Leder-Sportsitze mit Perforierung und ausgeprägten Seitenwangen sind sehr bequem und bieten auch bei engagierter Kurvenhatz ordentlichen Seitenhalt. Die elektrischen Verstellungsmöglichkeiten und maximale Beinfreiheit lassen auch größere Passagiere entspannt Platz nehmen.

In seiner 2017er Version verfügt der Camaro über einen Fahrprofilschalter, mit dem sich Lenkung, Fahrwerk (falls das optionale Magnetic Ride Control verbaut ist) und Motorsound individuell steuern lassen. Während es sich im Modus “Tour” entspannt und mit dezentem Sound cruisen lässt, röchelt, bollert und brüllt der V8 im “Sport”- und “Race”-Modus unter Last derart aus seinen vier Endrohren, dass es eine wahre Freude ist und man kaum an eine serienmäßige Abgasanlage glauben kann. Trotz der giftigen Gasannahme und einer Beschleunigung von 4,4 Sekunden auf 100 km/h bleibt der Camaro jederzeit gut kontrollierbar.

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Eine Einzelradaufhängung mit McPherson-Vorderachse samt Doppelquerlenker und die moderne Fünf-Lenkerhinterachse lassen das Coupé nicht zuletzt dank seiner serienmäßigen 20-Zoll-Felgen sauber auf dem Asphalt haften. Lediglich auf nasser Fahrbahn oder ausgefahrenen Straßenbelägen verlangen die 245er und 275er Reifen erhöhte Aufmerksamkeit. Hierfür arbeitet die Lenkung aus dem Haus ZF sehr präzise und gibt dem Fahrer stets exakte Rückmeldung, wobei das kleine Sportlenkrad mit unten abgeflachtem Kranz perfekt in der Hand liegt. Ungeübte Fahrer hält die Traktionskontrolle jederzeit sicher in der Spur, selbst bei einem beherzten Tritt aufs Gaspedal aus engen Kurven heraus meldet sich das Heck nur mit einem kurzen Zucken.

Text & Fotos: Marcus Berger

Den kompletten Artikel findet Ihr in CHROM & FLAMMEN 10/2017 – erhältlich in unserem Shop oder als E-Paper.

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