1968er Plymouth Satellite

1968er Plymouth Satellite

Intermediate for Three
1968er Plymouth Satellite

Vom A-Body Plymouth Scamp zum B-Body Plymouth Satellite! Patrick Rudolph brauchte mehr Platz für die Familie und genießt nun das Mopar-Cruisen zu dritt …

A-Body Plymouth Scamp
Der 1968er Plymouth Satellite kam als abgebrochene Resto aus Norddeutschland.

Der Plymouth Satellite erstrahlte zum ersten Mal im Modelljahr 1965 als Top-Ausstattung des ehemaligen Full-Size- und nun Mittelklasse-Modells Belvedere. Zum 1968er Modelljahr präsentierte die Chrysler Corporation einen komplett überarbeiteten B-Body für Plymouth‘s Belvedere, Satellite und GTX sowie Dodge’s Coronet und Charger – auch  „The Mid-Size 5“ genannt. Als Belvedere gab es ein sparsam ausgestattetes zweitüriges Coupe (mit B-Säule), unter dem Namen Satellite verkaufte Plymouth eine viertürige Limousine und einen Kombi sowie ein zweitüriges Hardtop und Cabrio. Top Modell der Intermediates war der GTX. Daneben gab es noch ein schnörkelloses Muscle Car namens Road Runner.

feststehende Doppelscheinwerfer
Die Front charakterisiert ein Kühlergrill mit vielen kleinen Rechtecken und feststehenden Doppelscheinwerfern.

Die Plymouth Satellites trugen ein glatteres, runderes Design mit einem schlanken Rechteck-Grill und feststehenden Doppelscheinwerfern, leicht buckligen hinteren Kotflügeln („Coke-Bottle“ genannt) und einem breiten Heck mit durchgehender Blende und 90° verdrehten U-Form Rückleuchten. Als Auflage mussten alle Fahrzeuge ab 1968 – vorne gelbe und hinten rote – Seitenmarkierungen haben, die bei den Chrysler-Modellen (außer Imperial) aus Kostengründen als schlicht runde Leuchten ausgeführt waren und auch „Wal-Augen“ genannt wurden. Die Motorenpalette umfasste alles im Chrysler-Regal – vom 225 ci „Slant Six“ bis zum 426 ci Street Hemi-V8 und dem 375 PS starken „Super Commando“ 440-ci-V8. Die Sport Satellites gab es mit einem 318-ci-V8 Small Block mit 230 PS bis hin zum optionalen 383-ci-V8 mit 300 bzw. 330 PS. Alle B-Bodys kamen mit selbsttragender Karosserie und Drehstab-Vorderachsaufhängung und optionalen Scheibenbremsen mit Bremskraftverstärker vorne. Die meisten Modelle hatten eine aufpreispflichtige Drei-Stufen-“TorqueFlite“-Automatik anstelle einer manuellen Drei-Gang-Schaltung. Im Inneren befanden sich immer vorne Einzelsitze, eine Mittelkonsole und eine Holz-Imitat-Verkleidung sowie ein gepolstertes Armaturenbrett.

Das Intermediate Muscle wurdeseiner Originalfarbe “Frost Blue Metallic” lackiert.

Patrick Rudolph ist ausgesprochener Mopar-Fan und hatte bereits seit Januar 2017 einen seltenen 1974er Plymouth Scamp in seiner Garage stehen, den er selbst teilrestauriert und mit dem er an vielen Events teilgenommen hat. „Über das Mopar Forum habe ich die Firma Fix & Resto aus Berlin-Falkenberg gefunden“, erklärt der Leipziger. Dort hatte man seit Ende Mai 2018 den hier gezeigten 1968er Plymouth Satellite aus Norddeutschland als abgebrochene Resto erworben und uf der Homepage den Fortschritt der Restaurierung dokumentiert. „Das hat mich dann echt überzeugt und ich hab mich in den Wagen verliebt“, berichtet der heute 37-Jährige.

Der Satellite erstrahlt in neuem Glanz

Plymouth Satelite
Das Heck kommt mit durchgehender Blende und um 90 Grad verdrehten U-Form-Rückleuchten daher.

„Teile des Wagens waren bereits sandgestrahlt und die ersten Blecharbeiten wurden bereits durchgeführt, wir haben sämtliche Teile gecheckt und für ca. 7.000 Dollar Neuteile bestellt“, erinnert sich Fix & Resto Inhaber Frank Schmohl. Der ursprünglich mit einem 318 ci V8 ausgelieferte Wagen bekam während der Resto ein Upgrade auf einen 440-ci-Big

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1968er Plymouth Satellite
Das Interieur wurde während der Restauration komplett in Schwarz erneuert.

Block V8 und das TorqueFlite Automatikgetriebe eine Überholung. Nach Abschluss der Blecharbeiten wurde das Fahrzeug in seiner Originalfarbe „Frost Blue metallic“ lackiert und sollte eigentlich ein Vinyldach bekommen. Der Innenraum des Coupes wurde komplett neu in schwarz gemacht. Im Juni 2019 war der 1968er Plymouth Satellite dann getüvt undverkaufsbereit. „Anfang 2019 konnte ich meinen Scamp gut verkaufen und somit standen alle Türen offen, um den Satellite nach Leipzig zu holen“, erzählt Patrick. „Seit dem genieße ich das Fahren – 2.000 bis 3.000 km im Jahr. Verschiedene Treffen wurden schon besucht oder Hochzeitspaare glücklich gemacht. Am Besten sind die Mopar Treffen, das ist einfach eine eingeschworene Gemeinschaft.“ Aber Ausflüge mit der Familie sind auch immer toll: „Durch die Sitzbank können meine Frau und meine Tochter mit vorne sitzen, da gibt es schon mal den einen oder anderen Daumen hoch“. Und den gibt es von uns auch – für das Auto und die Nachwuchsförderung! Thumbs up!

Text: Thomas Frankenstein
Fotos: Patrick Meinhold

1968er Plymouth Satellite

Satellite Motor
Während der Resto ein Upgrade auf einen 440-ci-Big Block V8

Motor: OHV-V8, 440 ci, 7.209 ccm, 337 PS bei 4.600 U/min, 750-cfm-Edelbrock-Vierfach-Vergaser, Edelbrock-Ansaugbrücke, Spal-E-Lüfter, Doppelrohr Eigenbau-Auspuffanlage mit Flowmaster-Schalldämpfern
Kraftübertragung: Dreistufen-Automatikgetriebe (TF-727), Heckantrieb
Vorderachse: Einzelradaufhängung, Drehstabfedern, Gasdruckdämpfer, Stabilisator, Trommelbremsen
Hinterachse: Starrachse, Blattfedern, Gasdruckdämpfer, Trommelbremsen
Felgen: Stahlfelge, 7×15“ vorne, 8×15″ hinten
Reifen: Galaxy Radial GT, 215/60 R15 vorne, 245/60 R15 hinten
Sonstiges: Farbe: „Frost Blue Metallic“ (UU1), komplett restauriert, Umbau von 318-ci-V8,
Produzierte Stückzahl (1968): 45.539
Preis (1968): ab 2.662 Dollar

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