69er Camaro „Valkyrja“

Valkyrja

Made for Belgium

Ringbrother
Auf der SEMA Show 2019 gewannen die Ringbrothers Jim und Mike Ring mit dem 1969er Chevrolet Camaro „Valkyrja“ den „Battle of the Builders“.

1969er Chevrolet Camaro „Valkyrja“ – SEMA Show Stopper by Ringbrothers

Die beiden Brüder Jim und Mike Ring aus Spring Green, Wisconsin (USA) haben Benzin im Blut – bereits im Alter von 10 und 11 Jahren arbeiteten Jim und Mike an Autos, selbst im Keller ihrer Eltern oder im Hühnerstall eines Freundes. Die Jungs eröffneten schließlich eine eigene Werkstatt – eigentlich als Unfall- und- und Reparaturwerkstatt gedacht. Doch irgendwann bauten sie auch Fahrzeuge für Ihre Kunden auf und produzierten hochwertige Zubehörteile.

Mittlerweile spielen die Ringbrothers in der Champions-League der amerikanischen Autobauer und haben zahlreiche Design-Preise gewonnen. Auch bei der SEMA Show 2019 in Las Vegas räumten die beiden Amerikaner für ihre jüngste Kreation eine Auszeichnung ab – den „Battle of the Builders“ für den 1969er Chevrolet Camaro mit dem Namen „Valkyrja“.

Camaro
Das Heck kommt mit Metallgitter über den Rückleuchten und einem Doppelauspuff.

Die Valkyrja

Der Name „Valkyrja“ leitet sich von der altnordischen Schreibweise von Walküre ab, einem weibliches Geisterwesen aus dem Gefolge des Göttervaters Odin. Der Name wurde von einem unbenannten Kunden aus Belgien gewählt, der den 1969er Chevrolet Camaro  „Razor“ aus dem Jahr 2008 oder dem 1969er Camaro „G-Code“ aus dem Jahr 2016 gesehen und die Ringbrothers mit dem Bau eines Camaros beauftragt hatte.

Der 1969er Chevrolet Camaro „Valkyrja“ entstand im Auftrag eines belgischen Kunden.
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„Valkyrja“ wurde mit der neuesten Technologie entwickelt, einschließlich 3D-Scannen, CAD-Design und mehr. Das Auto wurde aus modernen Materialien wie Kohlefaser zusammengebaut, und Sonderteile wurden mithilfe einer Kombination aus 3D-Druck und CNC-Bearbeitung hergestellt. Die Karosserie von „Valkyrja“ wurde im hinteren Bereich um fünf Zoll, im vorderen Bereich drei Zoll verbreitert und der Radstand um 1,5 Zoll verlängert. Jedes Karosserieteil des Ringbrothers Camaro ist irgendwie aus Kohlefaser, angefangen bei der Front über die Eigenbau-Motorhaube mit drei Lufteinlässen und das Dach bis hin bis zum Kofferraumdeckel. Wenn dieser geöffnet ist fallen sogleich zwei Tankdeckel mit „Pump“ und „Race“ an der Vorderkante des Kofferraums für die unterschiedlichen Benzintanks auf. Das Heck wurde mit gestuftem Metallgitter über den Rücklichtern, einem Doppelauspuff in der Mitte und einem dezenten Diffusor unter dem Metallstoßfänger überarbeitet. Der Lack ist eine maßgeschneiderte Mischung der BASF Glasurit Farbe namens „TOTOPKG Green“.

Valkyrja
Unter der Motorhaube verbirgt sich ein 890 PS starker 416-ci-LS3-V8 mit einem 2,9-Liter-Whipple-Kompressor.

Unter der Motorhaube von „Valkyrja“ verbirgt sich ein 416-ci-LS3-V8, der von dem in Markesan, Wisconsin (USA) ansässigen Motoren-Spezialisten Wegner Motorsports mit einem 2,9-Liter-Whipple-Kompressor versehen wurde und nun 890 PS leistet. Die Kraftübertragung an die 9-Zoll-Hinterachse von Johns Industries übernimmt ein überarbeitetes Bowler-Sechsgang-Tremec-Schaltgetriebe.

Das Fahrwerk und die Federung von Detroit Speed Engineering verleihen dem Auto ein modernes Fahrverhalten, während ein maßgeschneiderter Flowmaster-44-Auspuff die Atmung des aufgeladenen Motors unterstützt. Die eigens für den „Valkyrja“ angefertigte HRE-Räder in 19“- & 20“ wurden mit einem Satz Michelin Pilot Sport 4S Reifen bezogen, dahinter sitzen Baer-Bremsen mit gebohrten und geschlitzten Rotoren.

Der Eigentümer möchte einige Aspekte des Fahrzeuges geheim halten, sodass offiziell keine Fotos des Innenraums veröffentlicht dürfen. Doch wir können verraten, dass der 1969er Camaro sowohl das Cockpit eines moderen Camaros mit Instrumenten in Vintage Optik auch auch Türverkleidungen des jüngeren Modells bekam. Dazu wurden ein unten abgeflachtes HRE Performance Lenkrad mit roter 12 Uhr Markierung, eine Vintage Air Klimaanlage, und mit Leder bezogene Sportsitze sowie jede Menge Carbon- und Aluminium-Teile verbaut. Der Besitzer hat seinen 1969er Custom Camaro übrigens nach der SEMA Show abgeholt und wer weiß, vielleicht sieht man demächst „Valkyrja“ auf den großen US-Car Events in Europa…

Text: Thomas Frankenstein
Fotos: Ringbrothers / Kahn Media

1969er Chevrolet Camaro „Valkyrja“

Motor: OHV-V8 (LS3) von Wegner Motorsports, 416-ci, 6.817 ccm, 890 PS, 2,9-Liter-Whipple-Kompressor, Flowmaster-Super 44-Auspuffanlage
Kraftübertragung: Sechsgang Bowler-Tremec-Schaltgetriebe, 9-Zoll-Hinterachse von Johns Industries, Hinterradantrieb
Fahrwerk: Vorne Einzelradaufhängung, Detroit Speed Engineering-Achsteile & -Federung, QA1-Dämpfer, Baer-Scheibenbremsen; Hinten Starrachse, Detroit Speed Engineering-Achsteile & -Federung, QA1-Dämpfer, Baer-Scheibenbremsen
Räder: 19“- & 20“ HRE Wheels „Valkyrja“ mit Michelin Pilot Sport 4S Reifen
Sonstiges: Eigenbau-Motorhaube, Front-Spoiler, Heck-Diffusor aus Kohlefaser, 2010+ Cockpit und -Türverkleidungen, HRE Performance Lenkrad, Vintage Air Klimaanlage, Sportsitze, Impact-Sicherheitsgurte, LED-Blinker, LED-Rückleuchten mit Blenden, Farbe: BASF Glasurit „TOTOPKG Green“

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