1969er Pontiac GTO

1969er Pontiac GTO Judge

A dream comes true

Lange gewünscht, endlich bekommen: 1969er Pontiac GTO „Judge“

Wer kennt das nicht: Der persönliche Traumwagen steht schon lange auf dem Wunschzettel, und nach ewigem Warten, Suchen – und meistens auch Sparen – tut sich endlich eine Chance auf. Dieser Prozess dauert natürlich umso länger, je seltener und/oder hochpreisiger der Wunschkandidat ist. Umso größer dann die Freude, wenn der Traum auf vier Rädern endlich vor der Türe steht – so wie bei Tommy Bußfeld und seinem GTO.

Pontiac GTO
Tommy suchte lange nach „seinem GTO“ und fand ihn schließlich in den Niederlanden.

„Ein GTO war schon immer ein Traumwagen für mich“, sagt Tommy. Kein leicht zu erfüllender Traum, zumal der Wagen einen guten Zustand und ein akzeptables Preisschild aufweisen sollte. Natürlich klapperte Tommy sämtliche Verkaufskanäle ab und bekam von einem Online-Portal plötzlich die Meldung, dass ein neuer GTO eingestellt worden sei. „Ich sah mir die Anzeige an und war sofort verliebt“, schwärmt Tommy. Gründe für diese Reaktion gab es reichlich: Der Wagen präsentierte sich in einem guten Gesamtzustand, bot „Matching Numbers“, und auch Lack und Innenausstattung waren stimmig. Einziges Manko: Das Auto stand in den Niederlanden.

1969er GTO
Das 1969er Design mit seinen „Hidden Headlights“ ist Kult pur.

Doch auch davon ließ Tommy sich nicht abschrecken und machte sich mit seinem Freund und Schrauber-Kollegen Heiko Pollender auf zur Besichtigung. Heiko war dabei sicher der richtige Reisebegleiter, gehört er doch zum Team der HP-Manufaktur in Dorsten. Vor Ort angekommen, dauerte es nicht lange, bis beide „schockverliebt“ waren. Neben den bereits beschriebenen Vorzügen, die sich vor Ort bestätigten, wies der Wagen auch noch eine vergleichsweise geringe und vor allem echte Laufleistung von nur 82.900 Meilen auf. Zudem sorgte der sehr gute Zustand des Lacks für strahlende Gesichter. Es kam, wie es kommen musste: Tommy kaufte den GTO und überführte ihn ins heimische Dorsten.

1969er US Car Interior Ledersitze
Die Bucket Seats mit Kopfstützen können bei der Erstauslieferung nicht besser ausgesehen haben. Im Original-Look restaurierter Innenraum mit optisch dezenter, aber akustisch starker Soundanlage.

Es folgte der Umbau auf EU-Standards, zudem wurden einige Auffrischungen im Innenraum gemacht und alle Dichtungen und Schläuche erneuert, ebenso sämtliche Flüssigkeiten. „Einige Leitungen wurden auch einfach nur erneuert, damit sie optisch besser ins tolle Gesamtbild passen“, berichtet Tommy mit einem Schmunzeln. Selbstverständlich bekam auch der Motor ein umfassendes Checkup und wurde revidiert. Das alles dauerte drei Monate und wurde nahezu vollständig von der HP-Manufaktur in Dorsten übernommen.

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Motorhaube mit charakteristischer Ram-Air-Öffnung für ein kleines Plus an Leistung.

Sobald es das Wetter zulässt, holt Tommy seinen GTO aus der Halle, die er sich mit drei Freunden teilt und die auch seinen zweiten US-Klassiker, einen 70er Plymouth Roadrunner, beherbergt. Bei den Ausfahrten sind dann sein Sohn und/oder seine Freundin oft mit an Bord, und gemeinsam genießen die drei das Cruisen über die tollen Landstraßen in ihrer Gegend. Was Tommy dabei besonders flasht, ist die „nahezu ausnahmslose Zustimmung und Begeisterung für das Auto. Die Menschen grinsen oder machen den Daumen hoch, einfach toll“.

Motor GTO
Der originale 400-ci-V8 wurde – wie viele andere Teile auch – von der HP-Manufaktur in Dorsten revidiert, wofür es hier ein „riesengroßes Dankeschön“ von Tommy gibt.

So ist dieser GTO also in jeder Hinsicht ein wahr gewordener Traum. Wer mehr von ihm sehen möchte, bekommt dazu Gelegenheit: Tommy hat sich entschlossen, den Wagen nicht nur auf Treffen zu zeigen, sondern auch auf Ausstellungen zu präsentieren.

Text: Bernd Bartels
Fotos: Frank Mundus

1969er Pontiac GTO „Judge“

Motor: „Ram Air“-OHV-V8, 400 ci, 6.588 ccm, 371 PS bei 5.100 U/min, 603 Nm bei 3.600 U/min, revidierter Originalzustand, Aluminium-Ventildeckel, Vierfachvergaser, Edelstahl-Auspuffanlage
Getriebe: GM-TH400 Dreistufen-Automatikgetriebe mit Hurst Shifter, Hinterradantrieb
Vorderachse: Einzelradaufhängung an oberen und unteren Querlenkern, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Querstabilisator
Hinterachse: Starrachse an Längslenkern, Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer
Bremsen: Scheibenbremsen vorn/Trommelbremsen hinten
Felgen: originale Pontiac Rally Wheels in 14″
Reifen: Firestone Wide Oval in G70-14
Karosserie: zweitüriges Coupé, restaurierter Originalzustand, Lackierung in „Carousel Red“
Interieur: schwarze Original-Innenausstattung, restauriert, Custom Auto Sound Receiver
Aktuelle Marktwerte: 1969er Pontiac GTO „The Judge“ -> Zustand #2 – 45.000 € / #4 – 16.000 €

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