Weltrekord auf dem Salzsee

    Im reifen Alter von 69 Jahren erfüllte der amerikanische Rennfahrer Danny Thompson nun das Vermächtnis seines Vaters Mickey. 1968 hatte dieser mit seinem „Challenger II“ vergeblich versucht, auf dem Salzsee von Bonneville im US-Bundesstaat Utah einen Geschwindigkeitsweltrekord für Autos mit Ottomotor und Allradantrieb aufzustellen. Doch schlechtes Wetter hatte den Salzsee unpassierbar gemacht. Anfang 1988 wollte der Ex-Rennfahrer mit seinem Sohn Danny erneut einen Rekordversuch wagen, doch er wurde zusammen mit seiner Frau Trudy am 16. März 1988 von zwei Auftragsmördern erschossen.

    50 Jahre später machte der Sohn den Traum des Vaters wahr – mit demselben Auto, allerdings moderner Technik: Die beiden mit einem Nitro-/Methanolgemisch betriebenen Hemi-V8-Motoren verfügen mit jeweils 2.450 PS über fast doppelt so viel Leistung wie die Motoren vor 50 Jahren. Darüber hinaus hatte der Challenger II jetzt Carbon-Keramik-Scheibenbremsen und zu deren Unterstützung zwei Fallschirme. Auf der Bonneville Speed Week Anfang August schaffte Danny Thompson im ersten Lauf 718,7 km/h. Einen Tag später kam er auf 725,6 km/h. Das bedeutete einen Schnitt von 722 km/h – und neuen Weltrekord. Der alte Rekord hatte 706 km/h betragen und stammte aus dem Jahr 2012. Damit ist der 50 Jahre alte Challenger II das zurzeit schnellste kolbenbetriebene Auto der Welt mit Allradantrieb.

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